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Analyse von Boden-, Material- und Lebensmittelproben

Die Bewertung von Boden-, Material- oder Lebensmittelproben hinsichtlich radioaktiver Kontamination erfolgt anhand des emittierten Gamma-Spektrums. Die Analyse mit High-Purity-Germanium-Detektoren (HPGe) liefert zwar den exakten Nuklidvektor, erfordert aber teure Messtechnik und kann nur durch speziell ausgebildetes Fachpersonal – in der Regel im Labor – durchgeführt werden.

Meist geht es jedoch darum, große Probenmengen in kurzer Zeit und möglichst vor Ort hinsichtlich eines vorgegebenen Grenzwertes zu untersuchen. Die Leitnuklide sind in der Regel durch den Kontaminationsprozess selbst oder Voranalysen bekannt, sodass ein komplexes Spektrum die absolute Ausnahme bildet. Deutlich preiswertere Szintillationsdetektoren liefern dann die gleichen Ergebnisse.

Sie können unter Feldbedingungen betrieben werden und die Analyse beschränkt sich auf wenige signifikante Emissionslinien, die automatisch bewertet werden können. Die Durchführung der Messungen erfordert damit kein Expertenwissen.

Für den Feldeinsatz sollten die Detektoren mit einer Temperaturkompensation versehen sein, um eine Nachkalibrierung während des Einsatzes zu vermeiden. In den Untersuchungsgebieten ist meist mit einer erhöhten Untergrundstrahlung zu rechnen, sodass eine Bleiabschirmung zur Senkung der Nachweisgrenzen sinnvoll ist.

Der SARAD Lab Scout ermöglicht eine schnelle Messung per Knopfdruck, die auch von ungeschultem Personal vorgenommen werden kann. Ein Ampelsignal zeigt an, ob die nuklidspezifischen Grenzwerte eingehalten wurden. Der durch eine leicht zu öffnende Bleiabschirmung umgebene Probenraum ist für Marinelli-Becher bestens geeignet. Die in die Probenauflage integrierte Waage dient gleichzeitig zur Ermittlung der Dichte der Probe.

Der großvolumige NaI(Tl)-Detektor erlaubt eine Minimierung des zur Freimessung benötigten Zeitaufwandes.

Das Gerät ist portabel, da die Bleiabschirmung einfach entfernt werden kann. Die interne Batterie ermöglicht den autonomen Betrieb des Lab Scout. Löcher in der Standplatte erlauben die feste Montage des Lab Scout in Fahrzeugen.

Als Zubehör steht ein Etikettendrucker zur Verfügung, damit ein Protokoll mit den detaillierten Ergebnissen der Analyse sowie die Identifikation des zugehörigen Spektrums direkt auf die Probe geklebt werden kann.